Aktuelle Bekanntmachungen (Änderungsstand 21.12.2017)

Erstes Biogas Labor in Dubai

1989 startete der Milchviehbetrieb Al Rawabi Dairy mit 500 aus Deutschland importierten Holstein-Friesian-Rindern seine Milchproduktion. Heute ist der Viehbestand auf 13000 Milchkühe gewachsen. Die Farm mit eigener Molkerei und Saftherstellung hat heute den größten Marktanteil an der Lieferung von Milchprodukten in den arabischen Emiraten. Die Bedingungen mitten in der Wüste Dubais erfordern aber einen hohen Energieaufwand, um den Anforderungen der Tiergesundheit und der Milchqualität sowie der Einhaltung von Umweltstandards gerecht zu werden.  

Seit fast zwei Jahren arbeiten die Mitarbeiter des IBZ Hohen Luckow e.V. an einem Konzept zur Biogasherstellung auf der Farm. Ziel ist es die anfallende Gülle umweltgerecht zu verwerten und die hohen Klimagasemissionen zu reduzieren. Die Qualität der Gülle stellt das Projektteam vor besondere Herausforderungen. Bedingt durch das Haltungsverfahren, bei dem Sand als Einstreu dient, ist die Qualität der Anlage sowie die Anforderungen an das Anlagenkonzept nicht mit den Bedingungen auf konventionellen deutschen Milchviehställen vergleichbar.

Um die Vergärbarkeit der Gülle sowie weiterer anfallender Reststoffe zu untersuchen, hat das IBZ im November 2017 ein Biogaslabor mit Batch-Teststand direkt auf der Farm errichtet. Das notwendige Equipment wurde in Deutschland geordert und per Luftfracht versendet. Die ersten Versuche werden durch eine Studentin der Universität Rostock betreut, die zeitgleich Mitarbeiter der Farm zur Durchführung entsprechender Tests trainiert. Die Fertigstellung des Anlagenkonzepts ist Anfang des Jahres 2018 vorgesehen. Noch im selben Jahr soll ein Teil der Biogasanlage errichtet werden.

 

 

v.l.: Karoline Gehring (Uni Rostock), Dr. Suhair Saad (Al Rawabi Dairy), Jessica Hudde (IBZ Hohen Luckow)